Bock auf Dialog? "Wer bin ich – ohne Diagnose? Forderungen der Schülerkammern zur Prävention an Schulen"

Existentielle Erfahrungen junger Menschen, diesmal nach „ohne Obdach“, „ohne Heimat“ und „ohne Sprache“ mit dem etwas zugespitzten Titel „Wer bin ich - ohne Diagnose?“ Reflektiert wird, dass die Schwelle zur Diagnose in manchen Kontexten und Schichten stark gesunken ist und es Schulklassen gibt, in denen man sich rechtfertigen muss, noch keine/n Psychotherapeutin/en zu haben. Ist das ein Fortschritt, weil die Schwelle sinkt, sich Hilfe zu holen? Oder laufen wir Gefahr, Lebenskrisen zu pathologisieren) (s. auch Dossier der ZEIT No 45 „Sind wir alle Trauma?“) - Andererseits belegen Schulbarometer und COPSY Studie, dass die psychische Belastung von Schüler:innen zugenommen hat – aus sehr verschiedenen Gründen, auch wegen der gesellschaftlichen  Krisen. Auf diesem Hintergrund haben die Schülerkammern aller Ländern auf der letzten Bundesschülerkonferenz die Kampagne „Uns geht es gut?“ gestartet, mit der sie erreichen wollen, dass Schule zur Resilienz statt zur Belastung beiträgt. Stellvertretend erläutern Lea Höcker und Manuel Petersen das Zehn Punkte Programm, wozu u.a. die Vermittlung von Gesundheits- und Medienkompetenz, Ruhepausen und Rückzugsräume sowie mehr Schul-Psycholog:innen und -Sozialarbeiter:innen gehören. Auch Frau Prof. Hohmann, Chefin der Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKE warnt vor einer Politik, die die Belange junger Menschen hintanstellt und deren Sorgen an die Psychiatrie delegiert. Prävention mag Geld kosten, aber sie ist eine Investition in die Zukunft - so der gemeinsame Konsens.

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